kleines Teelexikon

Was ist Tee?

 

Tee wächst als immergrüne Baumpflanze im tropischen bis subtropischen Gebieten rund um den Äquator.
Der Teestrauch wird für die Teekultur durch regelmäßiges zurückschneiden, buschartig gehalten. Ansonsten würde der Teestrauch eine stattliche Höhe von bis zu 15 m erreichen.


Man unterscheidet 3 Arten von Teesträuchern


1. Thea Sinensis (Chinastrauch)
Sie bleibt auch ohne zurückschneiden strauchartig und wird höchstens 3-4 Meter hoch. Die Blätter sind klein und zart.


2. Thea assamica (Assamstrauch)
Sie ist, wenn sie nicht zurückgeschnitten wird, ein stattlicher Baum von 15 bis 20 Meter Höhe.
Die Blätter sind groß und fester.


3. Hybride- (Kreuzung der beiden Sorten)
mittelgroße Blätter, widerstandsfähigere Züchtung. Heute sehr weit verbreitet.

 

Teestrauch

Darjeeling Plantagen haben meistens alle 3 Straucharten in ihren Anpflanzungen. Zum größten Teil jedoch Chinasträucher.
d.h. z.B. ein Plantagentee ist sehr unterschiedlich vom Preis und Güte, je nachdem welche Teeblätter verarbeitet wurden. Badamtam ist also nicht gleich Badamtam, sondern man muß mehr Unterscheiden. Dies erklärt die Unterschiedlichen Preise von einem Teegeschäft zum anderen für den anscheinend selben Plantagentee.

Die Unterschiede im Geschmack und Güte der verschiedenen Teesorten liegt einmal in der Pflanze und ist besonders abhängig vom Anbaugebiet, Lage, Klima, Bodenbeschaffenheit und zu guter letzt, wie sorgfältig gepflückt und verarbeitet wurde.
Vergleichen Sie Tee ruhig mit Wein, genauso wie es Lagenweine oder besondere Jahrgänge gibt, so finden wir auch beim Tee die besonderen Lagen oder ausgezeichnete Jahrgänge.


Tee-Ernte
Geerntet wird mehrmals im Jahr. z.B. Darjeeling, First Flush im Frühling (Dauer der First-Flush-Ernte ca. 6 Wochen, besonders feine, zarte Tees) Second Flush im Sommer (deutlich kräftiger, dunkler). Autumnal im Herbst und noch spätere Ernten in Gebieten mit ganzjährig milden Klima.


Tee wird auch heute noch mit größter Sorgfalt von Hand gepflückt, fast ausschließlich die oberste Blattknospe und die zwei jüngsten Blätter eines Triebes (Two leaves and a bud). In einigen Ländern wird auch schon Maschinell geerntet, was jedoch die Qualität sehr einschränkt.
Der Ertrag einer Pflückerin ist in den verschiedenen Anbaugebieten sehr unterschiedlich. Was sich natürlich auch im Preis niederschlägt.
Während eine Pflückerin im Assam-Gebiet 16-24 kg grünes Blatt am Tag einbringt, (entspricht 4-6 kg fertigen Tee)
erntet eine Pflückerin in Darjeeling hingegen nur 7-1o kg am Tag. (kleinere Blätter).
Sofort nach der Ernte wird der Tee in die Teefabrik zur Weiterverarbeitung gebracht.

 

 

Begriffe und um den Tee

 

First Flush

Begriff für Darjeeling- und Assam-Tees für die erste Teeernte nach dem Winter von März bis April.

 

Second Flush

Zweite Pflückung einer Vegetationsperiode in Darjeeling und Assam, von Mitte Mai bis Ende Juni.

 

Autumnal Tea

Aromareicher, aber gerbstoffarmer Herbstee, der nach dem Monsunregen und vor der Wachstumspause geerntet wird.

 

Blatt-Tee

Der Tee besteht aus ganzen (ungebrochenen) Teeblättern.

 

Grade (Blattgrade)

Die Einteilung der Tees erfolgt durch die Kennzeichnung der Blattgrade (z.B. BOP, GBOP) als ein Maß für Blattgröße und Blattqualität.

 

Broken Tea

Tee mit zerkleinerten, gebrochenen Blättern. Der Tee wird durch die Zerkleinerung intensiver in Farbe und Aroma.

 

Regentee

Ertragreicher Tee geringerer Qualität, der während des Monsuns in Nordindien geerntet wird.

 

Tip, Tippy

Feine, oberste Blattspitzen, Hüllblatt der obersten Blattknospe. Tee sehr hoher Qualität.

 

Pflückung

Gepflückt werden zwei Teeblätter mit der Knospe. Die Teequalität ist abhängig vom Blattgrad: Je zarter die Triebe sind, desto höher ist die Qualität.

 

Weißer Tee

Chinesischer, unfermentierter Tee, der aus jungen Blattknospen mit weißem Flaum hergestellt wird. Die Blattknospen werden einzeln an der Luft getrocknet. Dieser Tee ist einer der edelsten und teuersten.

 

Margaret´s Hope

Margaret´s Hope ist eine Plantage, südlich der Stadt Darjeeling, in einer Höhe zwischen 600m und 1000m. Die Plantage erhielt Anfang des 20. Jahrhunderts ihren Namen zur Erinnerung an die Hoffnungen der Tochter des ehemaligen Plantagenbe

 

Golden Tips

Golden schimmernde, junge Blattknospen mit feinen Trieben. Enthalten viel Koffein und wenig Gerbstoffe.